Samstag, 16. März 2013

Vom Ausmisten und Abschiednehmen

Eigentlich hätte der nächste Beitrag nach dem vom Montag vor eineinhalb Wochen weitere Stoffbilder enthalten sollen. Weil mir's mit dem Verkaufen nämlich ernst war. Nunja, nachdem der entsprechende Thread im QF-Forum gelöscht wurde, hatte sich das mit der Motivation erstmal wieder erledigt, weil ich viel zu genervt war. Ich gebe zu, daß ich die Regelung mit dem "nicht woanders anbieten" nicht kannte - ich hatte den Thread dazu weder zur Zeit seiner Veröffentlichung gelesen noch bevor ich mein Posting abgesetzt hatte. Mein Vertrauen in mein eigenes Rechtsempfinden war offenbar zu groß. Will sagen: ich hatte nicht im Sinn, irgendwelches Unrecht zu begehen. Nun, die Bilder wurden in den Blog gestellt, weil ich das schlicht und einfach in dem Moment technisch einfacher fand. Ohne die Überlegung, ob sie da stehen dürften, schließlich ist das ein privater Blog und ich bin eine Privatperson ... und die Rubrik heißt ja schließlich "von privat an privat" ... "Keine Diskussionen" heißt es ... und dann kommt eine PN mit der Aussage, der Thread sei geschlossen worden, tatsächlich ist er gelöscht (oder unsichtbar gemacht?), das Posting zu den Regeln sagt aber nix von sofortiger Löschung - und da ist mir dann schlichtweg der Kragen geplatzt. Ich glaube immer noch, daß ich erklären sollte, wieso, und ein Schlußwort zu dieser Episode finden sollte. Zum ersten sein noch einmal gesagt: ich bin eine Privatperson. Ich bin außerdem psychologisch nicht in der Lage, in großen Dimensionen zu denken, sondern im Gegensatz eher ängstlich und zurückhaltend. Ich wohne in einer Einzimmerwohnung, die zwischen 30 und 35 qm mißt. Das bißchen Mobiliar, das darin Platz findet, reicht nicht, um neben meiner sonstigen Habe die Massen an Stoff aufzunehmen, die ich aus Liebhaberei in den vergangenen 6 Jahren gekauft habe (alle mit dem Zweck, sie irgendwann zu verarbeiten, also keine wirklich projektbezogen geplanten Käufe). Zum zweiten fallen, soviel ist rückblickend relativ sicher, mindestens 3 der 6 Jahre in eine Phase, in der ich depressionsbedingt gar nicht so leistungsfähig war, wie ich es hätte sein sollen. Darunter gelitten haben unter anderem meine Studiumsabschlußnoten, meine Akzeptanz in einer Tanzsportgruppe und ja, auch das Nähen. Wer mich in den Jahren 2007-2009 getroffen hat und meine Nähereien gesehen hat, weiß, wovon ich rede. Den anderen zeige ich gern Fotos von verschnittenen Quadraten ... Zum dritten habe ich ein recht turbulentes Jahr hinter mir. Ich habe zwei Arbeitsverträge unterschrieben und bin zweimal innerhalb der Probezeit gekündigt worden. Wegen eingeschränkter Leistungsfähigkeit, die man nicht für präsentabel hält. Details können nebenan im Kochblog nachgelesen werden. Die zweite Probezeit und damit der zweite Vertrag liefen Ende Februar aus. Ich halte mich für jemanden, der viel aushält, aber jetzt war doch das Limit erreicht. Es gab keinen Grund mehr für mich, davon auszugehen, daß sich das mit dem Beruflichen noch mal einrenkt. Also hab ich nur die nötigsten Bewerbungen geschrieben, mich aber vor allem weiter dem Ausmisten meiner Wohnung weiter gewidmet. (Angefangen hatte ich damit im Januar, damals noch mit dem Ziel, die Wohnung einfach pflegeleichter und reizärmer zu machen. Weil ich ja von daheim aus arbeiten mußte und das mit der Tagesplanung überhaupt nicht hinhaute ...) Was, außer Ausmisten, soll man auch machen, wenn man nicht weiß, wie es weitergeht? Ich hätte Ende Januar große Lust gehabt, einfach alles loszuwerden und in ein anderes Land abzuhauen. Vielleicht hätte ich das auch schon umgesetzt, wenn ich etwas weniger emotional an den Sachen hängen würde und nicht diese Versagensängste hätte. Für mich ist es einfach viel zu leicht, mich mit oder ohne sinnvolle Beschäftigung irgendwo hinzusetzen und den Tag zu verträumen. Das ist der Punkt, der mich eigentlich am meisten gegen Handarbeiten aufbringt. Mir ist klar, daß ich mir den Vorwurf gefallen lassen muß, daß ich ja mit Maschine nähen könnte. Leider sind da in meiner Wahrnehmung zu viele Schwierigkeiten vorgeschaltet. Ich habe eine Maschine, die nicht richtig funktioniert bzw. einfach auch ihre Grenzen hat (mehr als 4 Stofflagen werden nicht verarbeitet). Die Garantie dieser Maschine ist abgelaufen, deshalb habe ich sie nach der letzten Reparatur nicht mehr benutzt. Denn das Geld für eine neue Instandsetzung muß ja auch erstmal wieder da sein. Zum anderen machen Nähmaschinen einen gewissen Krach und man muß auf viele Dinge gleichzeitig achten. Ich weiß nicht, ob ich das 2007/2008 gut hinbekommen hab, es ist auch eigentlich irrelevant angesichts der Tatsache, daß ich in einem sehr hellhörigen Haus wohne und vermutlich von allen in meiner Etage die lärmempfindlichste bin. Ich meine, man kann nur soviel Rücksicht von anderen erwarten, wie man selbst bieten kann. Ich verzichte also auf die Schnelligkeit der Maschine, um mir und anderen den damit verbundenen Lärm zu ersparen. Ich meine auch, daß Nähen eine Mußetätigkeit ist, etwas, was man in Ruhe und mit Geduld und Konzentration macht. Wenn etwas zu schnell geht, läßt meine Konzentration nach. Möglicherweise also saß der Fehler einfach vor der Maschine? Alles in allem denke ich, daß ich nicht in die Personengruppe falle, die mit der Regelung für das "von Privat an Privat"-Unterforum adressiert werden sollte. Ich bin keine professionelle Stoffhändlerin, nur weil sich über die Jahre Stoff im (ideellen?) Wert von mehreren hundert Euro bei mir angesammelt hat. Ich bin von der Einstellung und meinem Können auch nicht so konfiguriert, daß ich Genähtes verkaufen würde. Der normale Weg bei den Handarbeitsfreaks mag ein anderer sein, aber ich wiederhole nochmal: ich bin nicht schnell! Ich bilde mir ein, daß es bei den Quiltfriends genug Personen gegeben hätte, die das vor dem Löschen meines Beitrages hätten bestätigen können, weil ich auf ziemlich vielen Treffen war. Ich habe nach der Nachricht an Ninifee (die mich nun aufgrund der Entfernung wohl eher nicht kannte, aber vermutlich als Erste auf meinen kritischen Blogeintrag aufmerksam wurde) am Dienstagnachmittag (?) nicht nach weiteren Nachrichten geschaut und werde das auch nicht mehr tun. Ich denke mit etwas Wehmut an viele nette zurückliegende Treffen mit den Mainfeen. Meine angefangenen Nähsachen werde ich auf jeden Fall beenden (und hier auch darüber schreiben); was mit den Stoffen wird, die seit Jahren auf Verarbeitung warten, weiß ich noch nicht. Vielleicht landen sie tatsächlich bei Ebay, mit anderem Haushaltskram von mir. Meine Zukunft erscheint mir nämlich immer noch zu unsicher.

Mittwoch, 6. März 2013

Stoffe suchen ein neues Zuhause, Teil 1a

Ich entrümpele jetzt doch mein Stofflager und fange mit Patchworkstoffen an.

Die folgenden Abbildungen zeigen Long Quarter (25cm x 110 cm), die Preise stehen unter den Bildern. Für größere Ansicht bitte auf das Bild klicken.


jeweils 2 Euro


2 Euro - 2,50 Euro - 2 Euro


3 Euro - 2,50 Euro - 2 Euro


2,50 Euro - 3 Euro - 2,50 Euro


2 Euro - 3 Euro - 3,50 Euro


2,50 Euro

Dazu kommt jeweils noch Porto ab 1,50 Euro, je nach Menge.

Montag, 4. März 2013

Lebenszeichen mit Geburtstagsüberraschung

Ich hatte in den letzten Wochen eine Phase, in der ich ein bißchen bereut habe, daß ich momentan kaum an Gemeinschaftsaktionen teilnehme. Evtl. werde ich das mittelfristig wieder ändern.

Sehr positiv überrascht hat mich daher auch die Geburtstagsüberraschung, die mir ein Geburtstagswichteln in einem Nähforum einbrachte. Ein großes Dankeschön an die liebe Ereneda für: drei handgemachte Seifen, eine selbstgemachte Marmelade und ein Näh-Einsteigerbuch.



Angesichts eines Besuchs in Basel, auf den ich ein bißchen gedrängt habe, stand in den letzten zwei Wochen außerdem die Frage im Raum, was ich denn meiner 33 Monate alten Nichte mitbringen könnte. Die Entscheidung fiel dann auf ein (gekauftes) Puzzle und darauf, daß ich ein Ballett-Tütü nähen sollte.

Letzteres wurde am Dienstag letzter Woche fertig. Ich habe versucht, es auf mein Bügelbrett zu "stellen":



Im Liegen:



Nach der ersten Anprobe, die in eine sehr hingebungsvolle Schwanensee-Darbietung mündete, wurde dann die Schärpe noch mal neu angenäht, um vorn gebunden werden zu können.

P.S.: Sorry für das seltsame Bildformat, ich habe die Fotos schnell mit dem Smartphone gemacht und nicht bearbeitet.

Donnerstag, 1. November 2012

Herbstliche Kissenbezüge

Da sie vor 2 Tagen die geplante Empfängerin erreicht haben, kann ich sie nun auch hier zeigen: 2 Kissenbezüge aus Baumwollstoffen, mit Hotelverschluß, im Format 50cm mal 50 cm.

So langsam wird's dann auch Zeit für Weihnachtsnäherei und -bäckerei; gut, daß am Wochenende schon mal ein bißchen Schnee liegengeblieben ist und mir so etwas Winterstimmung beschert hat.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Endlich wieder Fotos!

Der neue Job beschert mir (zukünftig) wahrscheinlich wieder weniger Zeit zum Nähen, aber dafür hab ich jetzt auch endlich ein schlaues Telefon. Ganz flach und innerlich ganz mächtig: es kann mich sogar, wenn ich mich im Wald bei Malchen (südlich von Darmstadt) verirre, zur Burg Frankenstein lotsen.

Vor allem aber kann es Fotos machen.

Zum Beispiel vom Herbstlicht in Ismaning,


von der Uhr im Innenhof des Deutschen Museums,


vom Sonnenuntergang in Darmstadt

 
oder von den Sachen, die ich heute auf der Buchmesse anhatte (der im letzten Beitrag erwähnte Rock gehörte auch dazu).


Das Foto links täuscht übrigens ein wenig ... der Rock ist vorn wirklich bodenlang (und hinten halt länger ;)). Es sollte ein Fishtail werden und dann kam noch die Idee mit der Raffung hinten dazu ...
Das Tuch ist nicht umsäumt, aber wenn es das mal ist, ist nix mehr von dem Stoff übrig. ^^

Ein Foto mit mir selbst in den Sachen wär mir lieber gewesen, aber ich hab auf der Buchmesse leider keinen getroffen, den ich kannte ...

Donnerstag, 26. Juli 2012

Lebenszeichen

Ja, mich gibt es auch noch. Und momentan hab ich sogar ein bißchen Zeit zum Nähen. Jedenfalls theoretisch, denn mit meiner psychischen Stabilität ist es seit ein paar Monaten nicht so weit her.

Aaaber: noch einen Monat, dann liegt die derzeitige Arbeitslosigkeitsperiode hinter mir (hoffentlich für ganz lange ...).

Mit Nähzeug, das eigentlich schon ein fertiger Rock sein sollte, bin ich letzten Samstag nach Kassel aufgebrochen, um mit Philo und tuahadedana (und vielen anderen) zu picknicken, herumzualbern, süße und herzhafte Sachen zu essen - ja, und auch um den Rock fertig zu machen, was teilweise für große Irritation gesorgt hat (sorry, tua!).

Jedenfalls wurde das Röckchen dann doch noch fertig und hat sogar ein wenig den Kasseler Bahnhof vom Staub befreit. *ggg*
Fotos gibt's auch, bei Facebook, leider nicht freigegeben, ich muß also wohl noch mal Fotos machen lassen bei Gelegenheit ...

Donnerstag, 17. November 2011

Meins! :)

Die liebe Lyhaire hat mir ein Schnittmuster vererbt: für eine Schnürbrust. :)

Mantua Maker Regency Patterns

Ich freue mich jetzt schon darauf, das gute Stück probezunähen ... am liebsten würde ich alle anderen angefangenen Projekte liegen lassen. *lach*

Aber es wird wohl ein Projekt für die Weihnachtsfeiertage werden.

(Note to self: Blogger unterstützt keine selbstgesetzten img-Tags. Grrr ...)